Was DIN VDE 0105-100 regelt
DIN VDE 0105-100 beschreibt den Betrieb von elektrischen Anlagen: wie Anlagen sicher betrieben, bedient und instand gehalten werden und welche organisatorischen Voraussetzungen dafür gelten. Sie betrifft die fest installierte Ebene – nicht die einzelnen Handgeräte.
Für die Prüfung ist sie die maßgebliche Grundlage bei ortsfesten Anlagen: Verteilungen, fest angeschlossene Verbraucher und die zugehörige Installation.
Betrieb, Bedienung, Instandhaltung
Die Norm ordnet den gesamten Umgang mit der Anlage: das Bedienen, das Arbeiten an und in der Nähe elektrischer Anlagen sowie die Instandhaltung. Sie legt Verantwortlichkeiten fest – etwa die Rolle des Anlagenbetreibers und der elektrotechnisch verantwortlichen Personen.
Damit schafft sie den Rahmen, in dem die wiederkehrende Prüfung stattfindet: Wer verantwortet die Anlage, wer darf an ihr arbeiten, und unter welchen Bedingungen.
Wiederkehrende Prüfung ortsfester Anlagen
Ortsfeste Anlagen werden in wiederkehrenden Abständen geprüft. Umfang und Fristen ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung; Richtwerte dienen als Orientierung. Der Ablauf umfasst Besichtigen, Erproben und Messen der relevanten Größen.
Anders als bei ortsveränderlichen Geräten steht hier die feste Installation im Mittelpunkt – von der Unterverteilung bis zum fest angeschlossenen Verbraucher.
Abgrenzung zur Geräteprüfung
DIN VDE 0105-100 betrifft den Betrieb der Anlage, die DIN EN 50678/50699 die Prüfung ortsveränderlicher Geräte. Beide Ebenen bestehen in fast jedem Betrieb nebeneinander und werden getrennt betrachtet.
Eine saubere Trennung von Anlagen- und Geräteprüfung sorgt dafür, dass beide Bereiche vollständig erfasst werden und nichts zwischen die Zuständigkeiten fällt.
Verantwortung des Betreibers
Der Betreiber trägt die Verantwortung für den sicheren Zustand der Anlage. Dazu gehört, Prüfungen zu organisieren, Ergebnisse in einem Prüfprotokoll zu dokumentieren und Mängel geordnet abzustellen.